Flugplatz Allstedt

Der Flugplatz Allstedt wurde Mitte der 50 – er Jahre im Landkreis Sangerhausen als Militärflugplatz in einem Waldgebiet des Ziegelrodaer Forstes auf der Querfurter Platte entlang der Landstraße I. Ordnung (Querfurt/Allstedt) auf einem Areal von ca. 475 ha errichtet und diente bis 1992 der Stationierung von Einheiten der Luftarmee der sowjetischen Streitkräfte. Der Flugplatz liegt auf einer Höhe von ca. 275 – 290 m ü. HN auf ebenem Gelände und verfügte über eine 2.200 m lange und 60 m breite betonierte Start- und Landebahn in Ost-West-Richtung. In den 70 – er Jahren wurde die Landebahn um 300 m mit einer Breite von 49 m auf die derzeitig vorhande Länge von 2.500 m in östlicher Richtung erweitert.
Nördlich der Start- und Landebahn verläuft parallel im Abstand von 200 m eine 1.950 m lange und 14 m breite betonierte Rollbahn. Die Rollbahn wird durch die angrenzenden betonierten Vorstartlinie Ost (800 m lang, 41 m breit) und Vorstartlinie West (300m lang, 30 m breit) vergrößert. Insgesamt 5 Verbindungsrollbahnen aus verlegbaren Betonplatten verbinden in 14 m Breite die Rollbahn mit der Start- und Landebahn. Zur ehemaligen Unterbringung von Militärflugzeugen des Flugzeuggeschwaders sind 47 Shelter im angrenzenden Territorium der Start- und Landebahn sowie der Rollbahn errichtet worden. Die Shelter sind über betonierte Verbindungswege zu erreichen.

 

Nach der Stationierung wurde die Liegenschaft vom Land Sachsen-Anhalt übernommen. Seit 1992 schenkt die Stadt Allstedt und die Gemeinde Wolferstedt der Konversionsfläche „Flugplatz Allstedter Heide“ sehr große Beachtung. In den vergangenen 5 Jahren wurde für eine Fläche von insgesamt 75,39 ha im Gebiet des Militärflugplatzes ein Bebauungsplan mit Grünordnungsplan und für ca. 80 ha eine Flugplatzausbauplanung entwickelt. Die Konversionsfläche „Flugplatz Allstedter Heide“ verfügt über eine sehr gute Lage zum bestehenden Straßennetz.
Vom Straßenknotenpunkt des Gewerbegebietes „Allstedter Heide“ ist die Stadt Allstedt über die L 219 in einer Entfernung von 2 km erreichbar. Weiterführend auf der L 219 ist in einer Entfernung von 7 km die sehr gut ausgebaute Bundesstraße B 86 in Oberröblingen zu erreichen. Die Autobahnauffahrt Sangerhausen / Süd der Bundesautobahn BAB 38 (Göttingen – Halle) steht in einer Entfernung von ca. 1 km auf der B 86 zur Verfügung. In Planung ist der Bau der Bundesautobahn BAB 71 (Erfurt – Sangerhausen) , die am Autobahndreieck Sangerhausen die BAB 38 erreichen soll. Die Stadt Querfurt ist in einer Entfernung von 10 km über die L 219 erreichbar.
Der Flugsportverein Allstedt betreibt einen genehmigten Sonderlandeplatz Klasse 1 (VFR Tag) auf einer gepachteten Teilfläche des flugaffinen Bereiches des ehemaligen Militärflugplatzes.
Die kommunale Planung des Landeplatzes sieht die bedarfsgerechte Entwicklung des bestehenden Sonderlandeplatzes zum Regionalen Verkehrslandeplatz vor.
Als Ausbaustufen sind vorgesehen:
1. Ausbaustufe:
Flugbetrieb mit Luftfahrzeugen bis 5,7 t MTOW bei Sichtflugbedingungen am Tage auf einer befestigten Start- und Landebahn von 1.200 m Länge.
2. Ausbaustufe:
Flugbetrieb mit Luftfahrzeugen bis 14 t MTOW bei Sichtflugbedingungen auf einer befestigten Start- und Landebahn von 1.600 m Länge.
3. Ausbaustufe:
Ausbau des Landeplatzes für den Regionalluftverkehr mit Luftfahrzeugen bei Instrumentalbedingungen bis 30 t MTOW.

   

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