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Bürgermeister: Herr Jürgen Richter - CDU
Anschrift Stadt: Forststraße 9 06542 Allstedt Tel. Nr. 034652/86413 Fax Nr. 034652/86414
Sprechzeit des Bürgermeisters: Dienstag von 09,00 bis 12.00 und 15.00 bis 18,00 Uhr Forststraße 9 (nur nach Vereinbarung) Donnerstag von 15,00 Uhr bis 17,00 Uhr Markt 10, Rathaus
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Sprechzeit des Ortsbürgermeisters: Herr Thomas Schlennstedt jeden Mittwoch von 17.00 - 18.30 Uhr Am Sprechtag telefonisch zu erreichen unter Tel. 034652/670622 Büro: Markt 10, Eingang Erdgeschoss
Der neugewählte Stadtrat besteht aus 20 Stadträten und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Stadträte ab 01.01.2010: Herr Matthias Hartmann - CDU Herr Christian Hussels - CDU Herr Hartmut Koch - CDU Herr Bernd Matschulat - CDU Herr Dirk Opitz - CDU Herr Hagen Böttger - IG Feuerwehr Frau Kerstin Ibe - IG Feuerwehr Herr Axel Mühlenberg - IG Feuerwehr Herr Kai Peinhardt - IG Feuerwehr Herr Holger Reppin - IG Feuerwehr Herr Steffen Bunzel - SPD Frau Ute Heineck - SPD Herr Thomas Schlennstedt - SPD Herr Rainer Hoffmann - SPD Herr Jörg Buchmann - FDP Herr Peter Franz - FDP Frau Karola Mieth - FDP Herr Peter Banisch - DIE LINKE Horst Werner - DIE LINKE Herr Jürgen Ullrich - Einzelbewerber
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| Die Stadt Allstedt – |
Sitz der Verwaltung – liegt umgeben von Äckern in der Helmeniederung und wird von der Rohne durchflossen. In der nun gebildeten Einheitsgemeinde Stadt Allstedt mit den Ortsteilen Beyernaumburg, Einsdorf, Einzingen, Emseloh, Holdenstedt, Katharinenrieth, Liedersdorf, Mittelhausen, Niederröblingen, Nienstedt, Othal, Pölsfeld, Sotterhausen und Wolferstedt wohnen ca. 8.500 Einwohner, die sich der geschichtsträchtigen Bedeutung ihrer Stadt durchaus bewusst sind. Zahlreiche Funde belegen eine fortlaufende Besiedelung bereits seit der Jungsteinzeit (4000 – 2000 v.u.Z.). Die geschützte Lage am Rand der Goldenen Aue und der fruchtbare Boden förderten die Entwicklung der Siedlung, die durch die nahegelegene Königspfalz begünstigt wurde. In einer gefälschten, aber glaubhaften Urkunde für das Jahr 777 wurde eine Allstedter Wigberti-Kapelle als Schenkung an das Kloster Hersfeld genannt. Als Standort der Kapelle und des königlichen Wirtschaftshofes wird der Ortsteil der Altstadt vermutet (im Bereich der heutigen Wigberti-Kirchruine, im örtlichen Sprachgebrauch der „Dom“ genannt). 1330 gründete Graf Burchart V. von Mansfeld die Neustadt als planmäßige Anlage mit Markt und Stadtkirche im Zentrum. Um 1500 verlieh Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen der Siedlung das Stadtrecht und stattete diese mit angemessenen Privilegien aus; niedere Gerichtsbarkeit, Selbstverwaltung, Marktrechte und Braugerechtigkeit. Um 1510 wurde eine Stadtmauer mit fünf Toren angelegt und das Rathaus in Renaissanceformen ausgebaut. Um 1523/24 rückte Allstedt durch das Wirken Thomas Müntzers an der Stadtkirche St. Johannes in den Mittelpunkt geschichtlichen Geschehens. Er predigte bereits vor Luther in deutscher Sprache, verfasste und druckte zahlreiche deutsche Schriften v.a. zu seiner Gottesdienstreform und gründete das sogenannte „Christliche Verbündnis“ zum Schutze seiner Lehre.Tausende zogen nach Allstedt, ihn predigen zu hören. |
| Höhepunkt des Wirkens Müntzers... |
...waren jedoch die Gründung des Allstedter Bundes sowie die berühmte Fürstenpredigt, bei der Müntzer am 13. Juli 1524 gegenüber dem auf dem Allstedter Schloss versammelten Adel kein Blatt vor den Mund nahm und soziale und kirchliche Missstände in einer glühenden Predigt geißelte. Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten, und Thomas Müntzer schien es ratsam, nach vorausgegangenem Verhör in Weimar, im August 1524 Allstedt fluchtartig zu verlassen. Sein besonderer Widersacher war in erster Linie der Graf von Mansfeld, der seinen Knappen bei Strafe die Teilnahme an Müntzers Predigten verboten hatte.
Die Niederschlagung des Bauernkrieges war mit erheblichen Strafen und Sanktionen auch für die Bewohner Allstedts verbunden (u.a. im Juni 1525 Hinrichtung von sechs Müntzer-Anhängern vor dem Rathaus) und hemmte den weiteren Aufstieg der Ackerbürgerstadt. Heute erinnert das Burg- und Schlossmuseum, weithin sichtbar, gelegen auf einem Bergrücken am Ostrand der „Goldenen Aue“ umgeben vom Kyffhäuser-Massiv, Thüringer Höhenzügen und der Südharzregion, mit Ausstellungen zum Wirken Müntzers an die geschichtsträchtige Zeit des Ortes. Das heutige Erscheinungsbild der Burg- und Schlossanlage wurde vor allem vom 15. bis 18. Jahrhundert geprägt. Auch die Schlosskapelle als Ort der Fürstenpredigt kann besichtigt werden. Ebenso steht die Stadtkirche St. Johannes, Müntzers Wirkungsstätte, dem Besucher offen. Im Ratskeller erfolgte 1524 die Eintragung der Müntzeranhänger ins sogenannte „Christliche Verbündnis“. |
| Heute gilt es als zweifelhaft, |
ob der Turm der St. Wigbertikirche tatsächlich die Wohnstätte Müntzers und seiner Familie gewesen ist. Weniger bekannt ist, dass auch Johann Wolfgang von Goethe in Begleitung des Herzogs Carl August von Sachsen-Weimar in Allstedt weilte. Auf dem Schloss arbeitete er u.a. an der Iphigenie-Fassung. Eine Ausstellung erinnert an seine Allstedter Besuche in den Jahren 1776 – 1782. Als „Urbs Allstediburg“ bereits im Zehntverzeichnis des Klosters Hersfeld (um 840 – 899) genannt, weilten in der ehemaligen Pfalz alle deutschen Herrscher von Heinrich I. (935) bis Phillipp von Schwaben (1200). Von ihren Besuchen in Allstedt zeugen zahlreiche erhaltene Urkunden.
In unmittelbarer Nachbarschaft der ottonischen Pfalzen gelegen war Allstedt unter Otto II. (973 – 983) meistbesuchte Pfalz in Sachsen überhaupt. Reichs- und Fürstenversammlungen wurden in Allstedt abgehalten. Der letzte Reichstag fand hier 1188 unter Friedrich I. (Barbarossa) statt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Allstedt oft geplündert und teilzerstört. 1775 wurde die Johannes-Kirche an Stelle des Vorgängerbaus neu errichtet. Die großen Stadtbrände von 1657 und 1662 zerstörten einen Großteil der älteren Bausubstanz. |
| Allstedt ist durch Landesstraßen... |
... mit der Kreisstadt Sangerhausen und den Nachbarkreisen Merseburg-Querfurt und dem Kyffhäuserkreis verbunden. Zur B 80 und 86 beträgt die Entfernung 10 km, zur Kreisstadt 12 km. In unmittelbarer Nähe der Stadt (2 km) befindet sich die Auffahrt für die zukünftige Autobahn A 38 Halle – Göttingen.
Mit der Bewilligung von Fördermitteln im Jahre 1992 wurde in Allstedt mit der Stadtkernsanierung begonnen. Dieses Förderprogramm soll helfen, den Stadtkern Allstedts zu erhalten. Weitere umfangreiche Baumaßnahmen werden zur Zeit durch die Telekom und durch die GSA ). (Gasversorgung Sachsen-Anhalt) – Umstellung von Stadtgas auf Erdgas und Erneuerung von Gasleitungen – im gesamten Stadtgebiet getätigt. Zentrale Trinkwasserversorgung und Ortskanalisation gehören ebenso zur Infrastruktur wie eine Grundschule, Sekundarschule mit Sporthalle, Sommerbad und weiteren sportlichen Anlagen (Rollsportstadion, Kegelbahn, 2 Sportplätze, Tennisanlage). Auch durch das rege Vereinsleben mit den entsprechenden Einrichtungen sind in Allstedt vielfältige Freizeitbetätigungen im kulturellen und sportlichen Bereich gegeben.
Einen besonderen Beitrag zur Freizeitgestaltung bietet das Städtische Schwimmbad. Allstedt liegt – ebenso wie andere kulturhistorische Städte in Sachsen-Anhalt an der Straße der Romanik. Außer der gut erhaltenen und restaurierten Schlossanlage mit spätgotischer Burgküche mit riesigem Kaminschlot – einmalig durch seine Größe in der Geschichte des deutschen Burgenbaues – kann u.a. die St. Johanneskirche und das Rathaus spätgotisch, umgebaut in Renaissance und Barock, schöner Sitzungssaal mit reicher Barockausstattung besichtigt werden. Für Naturverbundene sind Wanderwege im umliegenden Wald und im Rohne- und Borntal angelegt. |
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